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18 ehemalige und 6 aktive 93er trafen sich um 10:00
Uhr in der Hindenburg-Kaserne bei der 3. Batterie. Nach
kurzer Begrüßung durch den Batteriefeldwebel übernahm
Hauptfeldwebel Howe, ZgFhr des 2. Zuges, die Gruppe und gab
zunächst eine Einweisung in die Leistungsfähigkeit der
Artillerie mit eindrucksvollen Kurzvideos, immer wieder
unterbrochen von neugierigen Zwischenfragen. Danach
Aufteilung, eine Gruppe verlegte in den Geschütztrainer, die
andere übte sich im Ausbildungszentrum Artilleriebeobachter
und frischte seine Kenntnisse im Sehstreifenverfahren auf.
Nach dem Mittagessen in der UHG hieß es Aufsitzen und
verlegen in die Feuerstellung der 3./- auf dem TrÜbPl
Munster-Süd im FSt-Raum Alpha, dort erwartete uns im ersten
Regenschauer des Tages zunächst der 2. Zug im
Bereitstellungsraum. Bis zum nächsten Feuerbefehl für die
Geschütze war Zeit, sich in den Geschützen und im MTW des
Zugführers umzusehen und in das Munitionieren und die
Ladevorgänge einweisen zu lassen, bzw. zu erfahren, dass der
Zugführer nach Beziehen des Bereitstellungsraumes mit dem
Schießen selbst nichts zu tun hat, sondern sich mit den
Vorbereitungen für Versorgung und den nächsten Auftrag zu
befassen hat.
Für uns Nichtartilleristen war eingeplant, dass bei
den im Besuchzeitraum vorgesehenen Schießen jeweils ein
Teilnehmer aufsitzt und mit in die Feuerstellung zum
Schießen fährt, was auch geschah. Die Geschütze bezogen nach
Erhalt des Feuerauftrages ihre Stellung, führten für die im
Bereitstellungsraum verbliebenen Zuschauer sichtbar den
Feuerbefehl aus und wechselten dann zurück in den
Bereitstellungsraum. HptFw Howe erklärte dazu, dass die
Rückfahrt aus der Stellung in der Regel nicht in die gleiche
Ausgangsstellung erfolgt. Aus Organisationsgründen für die
Besucher sei dies aber heute nicht machbar.
Während des Schießen begrüßte der Kommandeur des
Artillerielehrbataillons 325 die Gruppe. Wir hatten bis
dahin auch den Batterieführer; OLt Lehmann, noch nicht zu Gesicht bekommen
können, weil dieser als Leitender des Schießens in der OPZ
eingebunden war. Eingetroffen, gab er seine Freude über
unser Interesse zum Ausdruck und lud zum Abschluss noch in
die OPZ ein.
Zunächst hatten wir aber auf die B-Stelle Winklerhöhe
zu verlegen, von wo aus wir Einblick in das Zielgebiet und
auf die Ziele hatten. Neben der Beobachtung des Feuers
interessierte besonders die Ausstattung der Beobachter mit
Gerät und die Arbeitsweise der Beobachter, insbesondere die
Technik der Bewertung der Lage der Schüsse. Wir erfuhren und
erlebten den Austausch der Daten für das Feuer, die
Auswertung der Beobachtung und die Rückmeldung per
Datenfunk.
Diese Vorgänge ließen sich auf der B-Stelle auch für
uns Laien sehr gut nachvollziehen, zumal die dort
eingesetzten Beobachter sich die Zeit nahmen, uns die
Beobachtungs– und Fernmeldegeräte ausführlich zu erklären.
So blieb keine Frage offen.
Kurz vor Ende der Schießzeit verlegten wir in die OPZ,
in der wir noch eine Einweisung in die Arbeit dort
erhielten. Spektakuläres war nicht zu sehen, da die gesamte
Rechenarbeit weitgehend automatisiert ist. Auch hier
erhielten wir unsere Fragen bereitwillig und kompetent
beantwortet.
Da kurz vor Eintreffen auf der OPZ ein zweiter, sehr
kräftiger Regenschauer eingesetzt hatte, verlegten wir die
Abschlussbesprechung in das Winschhaus, in dem der
Kompanieführer uns dann verabschiedete. OTL a.D. Thönissen
dankte im Namen aller Teilnehmer für einen sehr
interessanten und informativen Einblick in die Arbeit der
Artillerie sowie für den sehr engagierten Einsatz aller an
der Betreuung und Führung Beteiligten und überreichte je
eine Chronik "50 Jahre Panzerlehrbataillon 93" als Ausdruck
des Dankes an den Batterieführer und unseren Führer durch
den Tag.
Leider hinderte der Dienstplan
mit Nachtschießen beide an der Teilnahme an dem sich
anschließenden Stammtisch, bei dem zunächst das Erlebte
"nachbereitet" wurde. Dann jedoch weckten die drei
Ehemaligen, die zum ersten Mal an einer Veranstaltung - ohne
bereits Mitglied zu sein - alte Erinnerungen, zumal einer
der Drei sein altes Fotoalbum mitgebracht hatte. Beim
Betrachten kamen dann - wie fast immer - Episoden aus alter
Zeit zurück in das Bewusstsein der Betrachter und
Namen fielen wieder ein.
Zwei der Drei traten noch während des Stammtisches dem
Freundeskreis bei.
Gegen 20:00 Uhr ging dann ein ereignisreicher Tag zu
Ende.
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